© Michael Heck für VolkswagenStiftung
Musik: "Faster Does It" by Kevin MacLeod.

Seine Forschung ist eine Reise ins Ich und stellt gleichzeitig das Ich in Frage. Er untersucht, wie das Gehirn unseren Identitätssinn entwickelt – durch Illusionen, die seinen Probanden vorgaukeln, fremde Hände oder Gesichter seien ihre eigenen. Er untergräbt damit die Selbstverständlichkeit, mit der gesunde Menschen morgens in den Spiegel schauen und wissen, dass es ihr Spiegelbild ist, das sie ansieht. Nach einer halben Stunde mit Manos Tsakiris ist nichts mehr selbstverständlich, auch weil seine Forschung die traditionellen Grenzen zwischen Geistes- und Naturwissenschaften aufhebt.
Wie komplex die Wechselwirkungen von Gehirn und Geist sind, zeigt ein Beispiel: Menschen, die ein neues Gesicht transplantiert bekommen, müssen lernen, das neue Gesicht als ihr eigenes zu erkennen. Das Gehirn muss das Selbstbild neu erlernen. »Wenn wir die Prozesse dahinter verstehen, hoffen wir, den Menschen dabei helfen zu können, ihr neues Gesicht als ihr eigenes zu akzeptieren.« Jo Schilling // VolkswagenStiftung

His research is a journey into the inner self that simultaneously places the self in doubt. He investigates how the brain creates our sense of identity by using illusions that trick people into thinking that a fake hand or someone else’s face belongs to them. In so doing, he undermines the matter-of-factness with which healthy people view themselves in the mirror every morning and know that it is their image that they can see. Half an hour spent with Manos Tsakiris and nothing is any longer matter-of-fact, also because his research nullifies the traditional borders between the humanities and the natural sciences.
The following example illustrates just how complex the interaction between brain and mind can be: people who receive a face transplant have to learn to recognize their new face as their own. The brain has to learn the new self-image. “We hope that if we can understand the processes which lie behind this, we will be able to help people to accept their new face as their own.” Jo Schilling // VolkswagenFoundation